Schlaf ist die Grundlage unserer Gesundheit. Dennoch leidet rund jeder dritte Mensch an einer Schlafstörung – in einem medizinischen Fachgebiet, das seit über 100 Jahren kaum Innovation erlebt hat und noch immer von hohen Fehldiagnoseraten geprägt ist. UNDAE entwickelt die nächste Generation der Schlafdiagnostik und bringt moderne Schlafwissenschaft in die klinische Praxis. Die Mission: Gesundheit für alle zugänglich und bezahlbar machen, indem Fehldiagnosen von Schlafstörungen reduziert und daraus entstehende chronische Erkrankungen verhindert werden. Nach über CHF 1.2M an nicht verwässernder Pre-Seed-Finanzierung und weiteren CHF 750k, die bereits von erfahrenen Investor:innen in der laufenden Seed-Runde zugesagt wurden, befindet sich das Unternehmen nun in der finalen Phase der Industrialisierung.
Schlafstörungen gehören weltweit zu den häufigsten und zugleich am wenigsten diagnostizierten Erkrankungen. Allein von der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) sind schätzungsweise 1,5 Milliarden Menschen betroffen (Benjafield et al., 2019, Lancet Respiratory Medicine). Die Erkrankung steht in engem Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, verminderter kognitiver Leistungsfähigkeit und einer eingeschränkten Lebensqualität.
Obwohl OSA eine Erkrankung ist, deren Schweregrad von Nacht zu Nacht erheblich schwanken kann, basiert die heutige Diagnostik noch immer auf der Polysomnographie – einer aufwendigen Untersuchung im Schlaflabor, die den natürlichen Schlaf beeinflusst und lediglich eine einzelne Nacht erfasst. Dies führt bei nahezu jeder dritten betroffenen Person zu Fehldiagnosen oder einer falschen Einschätzung der Erkrankung und damit zu weniger fundierten Therapieentscheidungen.
Als kostengünstigere Alternative wird häufig die respiratorische Polygraphie eingesetzt, die ebenfalls nur eine Nacht zu Hause aufzeichnet. Da sie deutlich weniger physiologische Signale erfasst, ist ihre diagnostische Aussagekraft eingeschränkt. Schätzungsweise jede zweite Person mit OSA wird dadurch falsch diagnostiziert (Escourrou et al., 2015, Journal of Sleep Research; Lechat et al., 2022, American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine).
Gleichzeitig stehen Gesundheitssysteme weltweit unter wachsendem Druck, steigende Patientenzahlen effizient zu versorgen. Entsprechend steigt der Bedarf an skalierbaren Lösungen, die Ärztinnen und Ärzte bei fundierten Diagnosen unterstützen, ohne Kompromisse bei der diagnostischen Qualität einzugehen.
UNDAE denkt den gesamten Diagnoseprozess bei Schlafstörungen neu. Mit Noctae entwickelt das Unternehmen ein kontaktloses Schlafintelligenz-System für den Einsatz zu Hause, das den Schlaf über mehrere Tage statt nur über eine einzelne Nacht analysiert. Durch die kontinuierliche Auswertung hunderter physiologischer, lebensstilbezogener und umweltbedingter Faktoren erkennt Noctae die tatsächliche Schwere von Schlafstörungen und liefert Ärztinnen und Ärzten klinisch relevante Entscheidungsgrundlagen.
Dadurch werden präzisere Diagnosen, individuellere Therapieentscheidungen sowie eine kontinuierliche Überwachung des Behandlungserfolgs ermöglicht.
Die Lösung kombiniert ein kontaktloses Sensorsystem, das oberhalb der Matratze eingesetzt wird, mit einem vernetzten Hub, der kontinuierlich physiologische Signale sowie Umwelteinflüsse auf den Schlaf erfasst. Ergänzt werden diese objektiven Daten durch subjektive Rückmeldungen und Informationen zum Lebensstil, die über eine mobile App gesammelt werden. Sämtliche Daten fliessen in eine KI-gestützte SaaS-Plattform ein, welche langfristige Schlafmuster analysiert und medizinische Entscheidungen unterstützt.

UNDAE hat bereits über CHF 1.2M an nicht verwässernder Finanzierung von Organisationen wie Innosuisse, FIT und weiteren Schweizer Innovationsförderern erhalten. Dies stellt eine starke externe Validierung sowohl der Technologie als auch des Teams dar.
Noctae wurde bereits an über 100 Proband:innen, darunter auch Patient:innen, erfolgreich gegenüber der Polysomnographie validiert.
Das Unternehmen arbeitet eng mit führenden Schweizer Schlafzentren wie dem CHUV Lausanne und CENAS Genf zusammen und wird von renommierten Schlafmediziner:innen wie Prof. Raphaël Heinzer und Prof. Paul Franken unterstützt. Eine wissenschaftliche Publikation zur Leistungsfähigkeit von Noctae befindet sich derzeit in Vorbereitung und wird die klinische Glaubwürdigkeit sowie die Sichtbarkeit innerhalb der Schlafmedizin zusätzlich stärken.
Darüber hinaus wird UNDAE bereits von den fünf grössten Schlafzentren der Schweiz unterstützt, die zusammen rund zwei Drittel aller Schlafabklärungen des Landes durchführen. Insgesamt liegen bereits 12 Absichtserklärungen (LOIs) vor, welche das grosse Interesse des Marktes und das Potenzial für eine frühe Markteinführung unterstreichen.
Neben der Schlafmedizin bietet die zugrunde liegende Technologie auch Anwendungsmöglichkeiten in der wissenschaftlichen Forschung, im Spitzensport, im Longevity-Bereich sowie in Wellness-Programmen und erweitert damit das langfristige Marktpotenzial der Plattform erheblich.
UNDAE hat bereits CHF 750'000 über Wandeldarlehen (Convertible Loan Agreements) von einer ausgewählten Gruppe erfahrener privater Investor:innen aufgenommen.
Diese Investor:innen verfügen über umfassende Erfahrung in den Bereichen Schlafmedizin, MedTech, Venture Capital, Private Equity und internationales Unternehmertum. Zu ihnen zählen unter anderem ein Schweizer Family Office mit Beteiligung an einer führenden Schlafklinik, der Gründer eines international tätigen Medizintechnikunternehmens sowie ein erfahrener DeepTech-Venture-Capital-Partner, der sich privat an UNDAE beteiligt hat.
Ihr Engagement geht weit über die Finanzierung hinaus. Es unterstreicht das Vertrauen in die Technologie, das Team und die langfristige Vision von UNDAE und bringt gleichzeitig wertvolle strategische Expertise sowie ein starkes Branchennetzwerk für die bevorstehende Kommerzialisierung mit.
Was Investor:innen sagen
„Ich lernte Shanaz Diessler, CEO von UNDAE Science, bereits im Jahr 2020 kennen, als das Projekt noch ausschliesslich auf dem Papier existierte. Schon bei unseren ersten Gesprächen erkannte ich das aussergewöhnliche Potenzial der Technologie und ihren möglichen Beitrag zur Lösung einer der grössten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit: gesunder Schlaf.
Was mich zu einer frühen Investition überzeugte, war nicht nur die wissenschaftliche Grundlage und der bereits erreichte Proof of Concept, sondern auch die Qualität des Teams: tiefgehende Fachkompetenz, ein starkes internationales Netzwerk, eine klare Umsetzungsstrategie sowie eine Technologie mit hohem Skalierungspotenzial.
Als erster Investor von UNDAE Science sind wir bei Salu heute genauso überzeugt wie damals.“
— Renaud Langel
Mitgründer des Schlafzentrums CENAS, Unternehmer im Bereich nachhaltige Gesundheitsversorgung und erster Investor von UNDAE Science
„Fast dreissig Jahre lang war ich international im Vertrieb von Medizintechnik tätig. In dieser Zeit wurden mir zahlreiche Investitionsmöglichkeiten in Branchen vorgestellt, die ich bestens kannte. Obwohl einige Projekte sehr vielversprechend erschienen, konnte mich keines davon zu einer Investition bewegen.
Warum habe ich mich also für das Noctae-Projekt von UNDAE Science entschieden? Weil Noctae eine wirklich bahnbrechende Technologie ist, die aus der Neurowissenschaft hervorgegangen ist und einen enormen globalen Markt adressiert. Besonders beeindruckt hat mich zudem der klar strukturierte Entwicklungsplan mit eindeutig definierten Meilensteinen, die bisher konsequent erreicht wurden.“
— Georges Masson
Fast 30 Jahre internationale Erfahrung im Vertrieb von Medizintechnik und Investor bei UNDAE Science
UNDAE ist ein MedTech-Unternehmen, das innovative Hardware mit einem skalierbaren Software-as-a-Service-(SaaS)-Geschäftsmodell kombiniert und dadurch wiederkehrende Umsätze generiert.
Gesundheitsdienstleister nutzen das Noctae-System über ein servicebasiertes Modell, das den Personalaufwand reduziert, Verbrauchsmaterialien überflüssig macht und im Vergleich zu herkömmlichen Schlaflaboruntersuchungen eine deutlich höhere Patientenkapazität ermöglicht.
Das Geschäftsmodell basiert auf zwei sich ergänzenden Erlösquellen. Das System wird primär im Mietmodell für CHF 300 pro Analyse angeboten – eine konservative Preisannahme, die sich an den heutigen Vergütungssystemen orientiert. Private Schlafzentren können Noctae alternativ für CHF 8'000 erwerben und zusätzlich ein jährliches SaaS-Abonnement ab CHF 3'000 für Software, Datenanalyse und Plattformservices abschliessen.
Unabhängig davon, ob das System gemietet oder gekauft wird, basiert das Geschäftsmodell auf wiederkehrenden Umsätzen durch Software, Datenverarbeitung und Plattformnutzung – und nicht auf einmaligen Hardwareverkäufen.
Mit der Expansion in weitere Marktsegmente plant UNDAE, dieselbe Sensortechnologie einzusetzen und die Software sowie die Benutzeroberfläche gezielt auf unterschiedliche Kundengruppen anzupassen.
Die Schlafmedizin zählt zu den attraktivsten und am schnellsten wachsenden Segmenten im Gesundheitswesen. UNDAE konzentriert sich zunächst auf die Diagnostik der obstruktiven Schlafapnoe (OSA), plant jedoch langfristig die Ausweitung auf weitere Schlafstörungen sowie angrenzende medizinische Anwendungsgebiete.
Allein in der Schweiz werden jährlich rund 100'000 Patient:innen in spezialisierten Schlafzentren untersucht. Etwa 60 % davon werden aufgrund eines Verdachts auf OSA abgeklärt. Bei einem angenommenen Preis von CHF 300 pro Analyse ergibt sich allein für diesen Zielmarkt ein adressierbares Marktvolumen von rund CHF 18M pro Jahr.
Überträgt man dieselben Annahmen auf Schlafzentren in Europa und den USA, ergibt sich ein adressierbarer Markt von rund CHF 1.6 Milliarden jährlich.
Darüber hinaus eröffnet die zugrunde liegende Technologie zusätzliche Anwendungen in den Bereichen wissenschaftliche Forschung, Spitzensport, Longevity und Wellness. Dadurch erweitert sich das langfristige Marktpotenzial weit über die klassische Schlafmedizin hinaus.
Mehr erkennen als bestehende Lösungen
Noctae analysiert den Schlaf über mehrere Nächte hinweg und kombiniert dabei klinisch relevante physiologische Messdaten in der natürlichen Schlafumgebung der Patient:innen. Dadurch werden die tatsächliche Dynamik und der Schweregrad von Schlafstörungen wesentlich präziser erfasst als mit herkömmlichen Einzelnachtmessungen.
Weit mehr als nur Schlafapnoe
UNDAE startet mit der Diagnostik der obstruktiven Schlafapnoe als erstem Markt. Noctae wurde jedoch so entwickelt, dass künftig auch Begleiterkrankungen sowie zahlreiche weitere Schlaf- und Gesundheitsstörungen auf derselben Plattform erkannt, überwacht und begleitet werden können.
Aus Daten werden fundierte Entscheidungen
Schlafdaten sind komplex und über längere Zeiträume nur schwer interpretierbar. Noctae verwandelt diese Daten in klinisch relevante Schlafprofile und liefert Ärztinnen und Ärzten konkrete Entscheidungshilfen für Diagnose, Therapieauswahl und die kontinuierliche Überwachung des Behandlungserfolgs.

CEO – Dr. Shanaz Diessler, Gründerin von UNDAE Science, promovierte in Neurowissenschaften und ist diplomierte Schlaftechnikerin. Sie verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Grundlagen- und klinischen Schlafforschung an der Universität Lausanne (UNIL) sowie am Universitätsspital CHUV. Ihre Forschung reicht von der Genetik des Schlafs bis zur Entwicklung innovativer Technologien zur Diagnose von Schlafstörungen.

CTO – Dr. Aurélie Stephan verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der neurowissenschaftlichen Forschung und war unter anderem an der Universität Straßburg, der EPFL, dem CHUV sowie dem Netherlands Institute for Neuroscience tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von Schlafmechanismen bei Insomnie und Parasomnien sowie der Entwicklung moderner Signalverarbeitungsmethoden für die Schlafmedizin.

CFO – Richard Evrard bringt über 30 Jahre internationale Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Unternehmensentwicklung und Fundraising mit. Er verantwortet die Finanzplanung, das Risikomanagement sowie die Investor Relations und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Wachstumsstrategie von UNDAE. Darüber hinaus ist er seit dem Jahr 2000 als Serienunternehmer, Investor und Verwaltungsrat tätig.

Director Product & Operations – Pau Mato verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Medizintechnik und besitzt umfassende Expertise in den Bereichen Produktentwicklung, Industrialisierung sowie internationale Produktionsprozesse. Seine Erfahrung in Forschung & Entwicklung, Produktion und Operations stärkt die Fähigkeit von UNDAE, innovative Medizintechnologien effizient vom Prototyp bis zur Serienfertigung zu bringen.
Das erweiterte Managementteam vereint erfahrene Fachpersonen aus den Bereichen Finanzen, MedTech-Engineering und Operations. Ergänzt wird es durch einen hochkarätig besetzten Beirat mit anerkannten Expert:innen aus der Schweizer Schlafmedizin und Sportwissenschaft.
UNDAE befindet sich derzeit in der abschliessenden Phase der Industrialisierung und bereitet den Markteintritt vor. Die laufende Finanzierungsrunde dient der Fertigstellung der technischen Entwicklung sowie dem Aufbau der Produktionskapazitäten für die bevorstehende Kommerzialisierung.
Bereits ab Mitte 2027 wird Noctae parallel zum regulatorischen Zulassungsprozess in weniger regulierten Märkten wie Spitzensport, Longevity und Forschung eingeführt. Dadurch kann das Unternehmen frühzeitig Umsätze erzielen, wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und die Plattform weiter validieren.
Nach Abschluss der regulatorischen Zulassung wird Noctae ab 2029 zunächst in Schlafzentren sowie bei Fachärzt:innen für Schlafmedizin, Pneumologie, Neurologie, HNO, Kardiologie und privaten Schlafkliniken eingesetzt und nahtlos in bestehende Behandlungspfade integriert.
Ab 2031 plant UNDAE die Ausweitung auf weitere medizinische Anwendungsgebiete, darunter Begleiterkrankungen der Schlafapnoe, Insomnie, die Bewertung kardiovaskulärer Risiken sowie präventive Gesundheitsanwendungen auf Basis kontinuierlicher Schlafanalysen.
Der Markteintritt erfolgt zunächst in der Schweiz und Europa, bevor eine Expansion nach Nordamerika und Asien vorgesehen ist.
Die klinische Einführung wird durch Pilotstudien, Evidenz für Vergütungssysteme sowie enge Kooperationen mit führenden Schlafexpert:innen und Gesundheitsdienstleistern begleitet. Dadurch werden regulatorische Risiken reduziert und die Marktakzeptanz gezielt gefördert.


